Der Hund und seine Familie

Falscher Umgang mit Hunden kann vor allem für Kinder zur Gefahr werden.

Einfache Regeln helfen, die zu vermeiden

Regeln für eine klare Rangordnung: Mensch > Hund

Um die Rangordnung zu demonstrieren und stabil zu halten, gilt:

1. Nichts im Leben ist Umsonst.
Wann immer ihr Hund etwas möchte - spielen, Futter, Gassi gehen, schmusen, ins andere Zimmer - lassen Sie ihn erst "sitz" oder "platz" machen, bevor Sie einen Wunsch erfüllen.

2. Jede Initiative geht vom Rudelführer aus!


Schmusen: Wenn ihr Hund zum schmusen Kommt, ignorieren Sie ihn. Später rufen Sie ihn, lassen ihn "sitz" oder "platz" machen, dann wird erst geschmust

Spiel: Räumen Sie sämtliches Spielzeug in eine Kiste. Der Besitzer beginnt und beendet das Spiel, nicht der Hund! Wenn ihr Hund spielen will ignorieren Sie ihn.

Futter: Geben Sie dem Hund nichts vom Tisch. Wenn er bettelt, schicken Sie ihn auf seinen Platz. Vor dem Napf lassen Sie ihn "sitz" machen bevor er fressen darf.

Tür: Sie gehen zuerst durch Türen ( vor dem Spaziergang!) oder sonstige Engstellen.

Kommandos: Der Hund sollte sufs Wort folgen. Bei dem Ruhe - Kommande wie "sitz", "platz", "bleib" darf der Hund nicht einfach aufstehen. Sie lösen das Kommando auf.

Anfassen: Ihr Hund sollte sich problemlos anfassen ( z.B. bürsten, abtrocknen ) oder auch das Maul öffnen lassen. Am besten übt man das schon mit dem Welpen.

im Weg liegen: Lassen Sie den Hund aufstehen und aus dem Weg gehen.

Bett und Couch: Lassen Sie ihren Hund nicht auf die Beste - hoch gelegenen - Plätze, das kann zu Problemen führen.

Spazieren gehen: Sie bestimmen das Tempo und Richtung des Weges. Lassen Sie sich nicht ziehen und wechseln Sie des Öfteren ohne Vorankündigung die Richtung.

Kinder aLs Opfer von Bissverletzungen

Warum werden Kinder häufiger und schwerer gebissen?

Kinder lösen leichter Jagdverhalten aus

Kinder "quälen" Hunde

Hunde haben keine oder schlechte Erfahrung mit Kindern

Verhalten der Eltern/Hundehalter

mangelnde Aufsicht

Fehleinschätzung des eigenen Hundes ( Rangordnung! )

Fehleinschätzung der Kinder

"Hund ist immer schuld", kann zum Unterdrücken der Droh - Kommunikation des Hundes führen: "plötzlicher" Angriff

Spielregeln für Kind mit Hund

Probieren Sie mit ihren Kindern und deren Spielgefährten die folgenden Situationen hin und wieder als als "Trockenübung", denn für Kinder ist erst einmal nicht klar, was z. B. ruhig stehen bleiben meint: Das Kind erstart schlagartig zur Salzsäule. Das ist eine gute Grundübung, um unerwünschte Verhaltesnweisen des Hundes abzublocken. Auch das "Auah" -Rufen muss geübt werden, damit es nicht zu frählich wirkt und den Hund zu noch wilderem Spiel animiert. Den Hundepart kann anfangs ein Plüschtier oder eines der Kinder übernehmen. Später kann man den Hund mit einbeziehen oder mit den Kindern eine gut geführte Welpenspielstunde besuchen. Hier sind Kinder - nach Voranmeldung - ausdrücklich erwünscht. Die Eltern haften für ihre Kinder.

Um zu vermeiden, dass der Hund am Kind hochspringt: Das Kind soll sich um 180 Grad wegdrehen und ruhig stehen bleiben.

Wenn der Hund spielerisch nach der Kleidung oder den Händen des Kindes schnappt: Das Kind soll "Au" rufen, sich wegdrehen und ruhig stehen bleiben.

Wenn ein Rennspiel zu wild wird: Das Kind soll ruhig stehen bleiben.

Wenn ein Kind hinfällt: Das Kind soll ruhig liegen bleiben, das Gesicht zum Boden, und mit den Händen den Hals umfassen. So vermeidet man auch spielerische Verletzungen an den besonders empfindlichen Körperteilen wie Hals und Gesicht, z.B. wenn der Hund das liegende Kind mit der Pfote anstupst. In der Wohnung kann das Kind dann nach einem Erwachsenen rufen. Im freien sollte es warten, bis es dem Hund langweilig wird und er weggeht.

Vorsicht beim Füttern: Kinder werfen einem Hund das Futter gerne zu, stellen sich oft aber noch ungeschickt an und zögern lange. Damit provozieren sie leicht, dass ein gieriger hund nach der Hand schnappt. Deshalb sollten Kinder das Futter nur auf der flachen, offenen Handanbieten, wie bei Pferden auch. Dann kann der Hund es vorsichtig nehmen. Fällt Futter auf den Boden, darf man es nicht aufheben: Der Hund ist schneller und könnte aus Versehen in die Hnad des Kindes schnappen.

Wenn der Hund knurrt: Bringen Sie ihrem Kind bei; dass es die Warnsignale des Hundes ernst nimmt. Knurrt der Hund, sollte das Kind mit dem Spiel sofort aufhören und weggehen.

Baby im Haus - Regeln für den Umgang mit dem Hund

Lassen Sie Hund und Baby nie allein, schließen Sie immer eine Tür zwischen beiden ( öffnet Ihr Hund Türen? ) oder nehmen Sie das Baby mit - zum Telefon, auf die Toilette etc.

Der Hund bekommt aufmerksamkeit gerade dann, wenn das Baby wach und im Zimmer ist. Schläft das Baby, ist Ruhe. So wird das Baby nicht zum Konkurrenten.

Rangordnung: Der Hund muss wissen, wo sein Platz ist. Da Babys und kleine Kinder deine definierte Rangposition einnehmen, erfahren sie den Schutz indirekt über die ranghohen Eltern. Hochheben: Wenn man das Baby hochhebt, u. U. sogar über den Kopf, erhöht sich die Rangposition des Babys. Für manche Hunde ist das ein Problem. Sie springen hoch, knurren oder schnappen. Man sollte dies deshalb schon mit der Pupe üben.

Beißhemmung: Menschliche Körperteile sind grundsätzlich tabu, auch im Spiel.

Spielzeug: Der Hund muss lernen, dass es Hunde und Kinderspielzeug gibt.

Sollte der Hund in einer Situation Sie oder das Baby anknurren, suchen Sie sofort fachkundigen Rat.

Wir hoffen Ihnen hiermit einige interessante Tipps zum guten zusammenlebenn mit dem Hund gegeben zu haben.